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Die Bildungskarenz wird ab dem kommenden Jahr durch eine Weiterbildungszeit ersetzt. Diese soll sich vor allem an Personen mit niedriger formaler Bildung richten. Zentral ist, dass ein höheres Leistungserfordernis eingezogen wird. Mindestens 20 Wochenstunden müssen für die Weiterbildung aufgewendet werden. Nicht mehr möglich wird es - laut den am Mittwoch nach dem Ministerrat präsentierten Plänen - sein, direkt nach der Elternkarenz die Weiterbildungszeit zu starten.

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Transkript
00:00Die Bildungskarenz wird ab dem kommenden Jahr durch eine Weiterbildungszeit ersetzt.
00:05Diese soll sich vor allem an Personen mit niedriger formaler Bildung richten.
00:09Heute ist ein guter Tag für Fleiß und Leistung in Österreich. Wir haben die alte Bildungskarenz,
00:16die immer mehr ein Auszeitmodell wurde, abgeschafft und führen neu ein, ein echtes
00:21Qualifizierungsmodell, ein Angebot an die Wirtschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
00:27gezielt zu qualifizieren und die Möglichkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenfalls
00:33durch eine höhere Qualifikation zu einem besseren Einkommen, zu einem besseren Job auch zu kommen.
00:38Zentral ist, dass eine höhere Leistungserfordernis eingezogen wird. Mindestens 20 Wochenstunden
00:45müssen für die Weiterbildung aufgewendet werden. Dazu gilt es, 20 ECTS-Punkte im Semester zu
00:52lukrieren. Aber bei beiden, sowohl bei den Stunden, die man beanspruchen muss,
00:56als auch bei den ECTS-Punkten ist es wichtig, auf die Lebenssituation der Personen Bedacht zu
01:02nehmen. Das heißt, wenn jemand Betreuungspflichten hat, reduzieren sich die Wochenstunden genauso
01:07wie die ECTS-Punkte auf 16. Nicht mehr möglich wird es sein, direkt nach der Elternkarenz die
01:14Weiterbildungszeit zu starten. Um überhaupt berechtigt zu sein, muss man beim Arbeitgeber
01:20schon ein Jahr beschäftigt sein und ein vorheriges Beratungsgespräch besuchen. Eine
01:25Altersgrenze gibt es nicht. Maximal sind für die Weiterbildungszeit 150 Millionen Euro budgetiert.
01:33Es ist nämlich ein wichtiges, auch richtungsentscheidendes Reformprojekt,
01:38nämlich um Weiterbildung und Aufqualifizierung attraktiv zu halten, noch attraktiver zu machen
01:45und treffsicher und zielgenau dort ansetzen, wo es notwendig ist, nämlich insbesondere auch
01:53geringqualifizierte und niedrigqualifizierte Personen aufzuqualifizieren. Wichtig für die
01:58Bildungslaufbahn der einzelnen Personen im Sinne eines lebenslangen Lernens, gut für die
02:03Volkswirtschaft, aber auch gut für die Arbeitgeber, die natürlich davon profitieren, wenn Arbeitnehmer
02:10aufqualifiziert werden. Diese Aspekte hat die bisherige Bildungskarenz nicht mehr geschafft,
02:16darum war auch die Abschaffung und das Neukonzeptionieren relevant.

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