US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle von zehn bis 49 Prozent für Handelspartner weltweit angekündigt und nährt damit die Furcht vor einem Handelskrieg. Importe aus der Europäischen Union werden mit Aufschlägen von 20 Prozent belegt. Die EU bereitet Gegenmaßnahmen vor, auch China und andere Länder wollen reagieren.
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00:00Den sogenannten Tag der Befreiung hat Donald Trump sorgfältig inszeniert. Im Rosengarten
00:08des Weißen Hauses verkündet der US-Präsident die erwarteten Zölle. Sie treffen Handelspartner
00:14weltweit.
00:15Liebe Mitamerikaner, das ist der lange ersehnte Tag der Befreiung. Der 2. April 2025 wird
00:24für immer als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren
00:30wurde, das amerikanische Schicksal zurückgewonnen wurde und der Tag, an dem wir begonnen haben,
00:37Amerika wieder reich zu machen.
00:39Als Mindestsatz für die neuen US-Zölle nennt Trump 10%. Importe aus der Europäischen Union
00:47werden mit Aufschlägen von 20% belegt, solche aus China mit 34%. Der höchste Satz von
00:5549% fällt für Kambodscha in Asien an. Trump spricht von wechselseitigen Zöllen, also
01:03Aufschlägen in gleicher Höhe wie jene der Handelspartner. Nach Angaben des Weißen Hauses
01:09treten die 10%igen Aufschläge am Samstag in Kraft, die höheren Zölle für die EU
01:15und andere am 9. April. Trump nährt damit international die Sorge vor einem Handelskrieg.
01:22EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von einem schweren Schlag für
01:28die Weltwirtschaft.
01:29Wir bereiten uns jetzt auf weitere Gegenmaßnahmen vor, um unsere Interessen und unsere Unternehmen
01:35zu schützen, falls die Verhandlungen scheitern.
01:39Auch China und andere Länder wie Kanada kündigen Gegenmaßnahmen an. Wirtschaftsvertreter
01:46in Deutschland sehen eine Abkehr der USA von der regelbasierten globalen Handelsordnung.