In Frankreich werden die Karten für die 2027 anstehende Präsidentschaftswahl neu gemischt: Ein Gericht in Paris hat gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen ein fünfjähriges Verbot der Wählbarkeit verhängt. Die 56-Jährige wurde wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder in ihrer Zeit als EU-Abgeordnete verurteilt.
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00:00Juristischer Paukenschlag in Frankreich. Ein Gericht in Paris hat gegen die Rechtspopulistin
00:07Marine Le Pen ein fünfjähriges Verbot der Wählbarkeit verhängt. Die 56-Jährige wurde
00:14wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder in ihrer Zeit als EU-Abgeordnete, zudem zu
00:20vier Jahren Haft verurteilt. Davon wurden zwei zur Bewährung ausgesetzt und zwei sollen
00:27durch das Tragen einer elektronischen Fußfessel abgegolten werden. Das Verbot für Le Pen
00:33bei Wahlen anzutreten gilt laut Gericht auch für den Fall, dass Le Pen in Berufung geht,
00:39was ihr Anwalt bereits ankündigte. Richterin Bénédicte de Pertuis begründete dies mit
00:45einem drohenden Rückfallrisiko. Damit werden die Karten für die 2027 anstehende Präsidentschaftswahl
00:54neu gemischt. Le Pen galt laut Umfragen als Favoritin. Als ihr Ersatzkandidat gilt nun
01:01FN-Parteichef Jordan Bardella. Der 29-Jährige nannte das Urteil so wörtlich ein Todesurteil
01:09für die französische Demokratie. Eine der ersten Reaktionen auf das Urteil kam aus Moskau.
01:16Kreml-Sprecher Dimitri Peskov prangerte eine so wörtlich Verletzung demokratischer Normen an.
01:23Der rechtsnationale ungarische Regierungschef Viktor Orbán solidarisierte sich auf X mit
01:30den Worten Ich bin Marien.