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Endlich durften wir selbst den Mausfinger an die Super-Shotgun legen und vier Stunden lang das neue Doom: The Dark Ages spielen! Und schon jetzt ist uns klar - Das neue Doom fühlt sich völlig ungewohnt an. Wir zeigen euch was neu ist, wer richtig Spaß mit dem neuen Doom haben wird und welche Fragen noch offen bleiben.

Phil Elsner konnte vier Stunden lang Doom: The Dark Ages zocken. Hier findet ihr sein direktes Anspiel-Fazit.

Was sagt ihr zum Gameplay? Freut ihr euch auf das neue Doom? Schreibt's uns in die Kommentare!
Transkript
00:00So, jetzt wird's laut!
00:23Endlich durften wir selbst den Mausfinger an die Super Shotgun legen und vier Stunden lang das neue Doom The Dark Ages spielen.
00:30Und schon jetzt ist uns klar, das neue Doom fühlt sich völlig ungewohnt an.
00:34Wir zeigen euch, was neu ist, wer richtig Spaß mit dem neuen Doom haben wird und welche Fragen noch offen bleiben.
00:40Direkt in den allerersten Momenten ist klar, mit der halsbrecherischen Akrobatik aus Doom Eternal ist jetzt Schluss.
00:47Stattdessen beschreibt Game Director Hugo Martin den neuen Spielansatz ganz passend so,
00:51in Eternal waren wir ein Kampfjet, in The Dark Ages sind wir ein Kampfpanzer.
00:56Statt ständig durch die Gegend zu springen, stehen wir mit beiden Beinen fest auf dem Boden.
01:00Der Nahkampf ist nun auch ein fester Bestandteil des Arsenals des Doom Slayers und kein Gimmick mehr.
01:06Aber keine Sorge, das Gunplay wird dadurch nicht ersetzt.
01:09In The Dark Ages zählt aber nicht mehr das reine Tempo, sondern Timing und Taktik.
01:13Je nach Herausforderung wählen wir welche Waffe, welches Manöver oder welche Attacke wir einsetzen, um der aktuellen Situation am besten Herr zu werden.
01:22Dreh- und Angelpunkt des Kampfsystems ist der neue Schild des Slayers.
01:26Und nein, natürlich ist das kein normaler Schild, wo sind wir denn hier?
01:31Das ist ein Kettensägenschild!
01:33Den halten wir stets in der linken Hand, rechts die Waffe unserer Wahl.
01:37Das Schild verleiht uns vier Manöver.
01:39Halten wir die rechte Maustaste gedrückt, blockt der Schild frontale Angriffe bis zu einer gewissen Menge ab.
01:46Blocken wir im richtigen Moment, parieren wir bestimmte Angriffe und werfen so Projektile zurück oder bringen unsere Gegner ins Taumeln.
01:53Aus dem Block heraus visieren wir Gegner an und schmettern mit voller Wucht in sie hinein.
01:58Das verursacht Schaden und wir schießen blitzschnell übers Schlachtfeld.
02:02Und schließlich können wir mit einem Druck auf die Taste R den Schild wie Captain America schleudern und so entweder Rüstungen zerschmettern oder Feinde betäuben, während sich die Säge in sie hineinbohrt.
02:12Okay, die Säge ist jetzt nicht so sehr Captain America, aber ihr wisst, was wir meinen.
02:16Das Schild ist also kein rein defensives Werkzeug.
02:18Stattdessen ist es der neue Allrounder im Arsenal des Slayers und in so gut wie jedem einzelnen Kampf absolut entscheidend.
02:25Wenn uns ein Arachnotron aus der Distanz mit seiner Kanone beschießt, blocken wir die Schüsse zuerst, springen dann per Dash auf ihn zu und zwingen ihn in den Nahkampf.
02:34Womit wir gleich beim nächsten wichtigen Werkzeug sind, dem Morgenstern.
02:39Anders als in den Vorgängern beschränkt sich der Nahkampf nämlich nicht mehr nur auf die Glory-Kill-Finisher.
02:43Der Slayer kann Nahkampfwaffen wie den Morgenstern jetzt frei im Kampf verwenden und sogar Kombos einsetzen.
02:49Bis zu drei Schläge ketten wir einander, bevor wir neue Aufladungen einsammeln oder auf den Cooldown warten müssen.
02:55Der Morgenstern ist eine von mehreren Nahkampfoptionen, die der Slayer in Doom the Dark Ages im Laufe der Kampagne an sich nimmt.
03:02In Kombination mit den Schildfähigkeiten konnten wir sogar kleine Gegnergruppen zu Höllen-Gulasch verarbeiten, ohne einen einzelnen Schuss abzufeuern.
03:09Die Nahkampfangriffe ersetzen auch die Glory-Kills aus den Vorgängern.
03:13Statt festen Animationen, die uns kurz aus dem Kampfgeschehen herausreißen, fügen sich die Morgenstern-Finisher sauber in den Spielfluss ein.
03:20Das fühlt sich verflucht cool an.
03:23Wenn wir mit dem Streitfliegel einen dämonischen Reiter mit einem metallischen ... von seinem gehörten Tier katapultieren,
03:30dann dem Vieh den Rest geben und es Munition und Rüstung auf uns herabregnet, sind wir für einen Moment der mächtigste Badass weit und breit.
03:39Im neuen Doom stürmen wir aber nicht nur blind nach vorn und hämmern die Nahkampftaste,
03:43denn die Gegner haben sich an die neuen Skills des Slayers angepasst und wir treffen ständig taktische Entscheidungen.
03:49Die Zombiesoldaten tauchen jetzt auch immer öfter mit Schilden auf und bilden eine Formation.
03:53Mit normalen Schusswaffen kommen wir hier nicht durch.
03:56Nach einigen Treffern glühen die Schilder jedoch.
03:59Das Signal für den Wurf des Segenschilds und mit einem Donnern zerplatzt die gesamte Dämonengruppe.
04:04Eine Variante der Imms ist wegen ihrer Steinhaut dagegen völlig immun gegen den Schildwurf.
04:09Hier bleibt also nur die reine Feuerkraft.
04:11Die wiederum richtet nichts aus gegen die dicke Hülle der neuen dämonischen Kampfpanzer,
04:15parieren wir ihre Projektile jedoch mit dem richtigen Timing auf den Panzer zurück,
04:19fliegen die Dinger mit nur einem Treffer in die Luft.
04:22Bestimmte Minibosse haben neben ihrer Rüstung sogar noch eine zweite Verteidigungslinie, Moral.
04:28So ein Dämon kann erst getötet werden, wenn wir seinen Moralbalken auf Null setzen,
04:32indem wir genug kleinere Schergen um ihn herum ausschalten.
04:36Das wird knifflig, weil der Miniboss ja währenddessen weiter auf uns ballert.
04:40Ihr merkt schon, in Doom The Dark Ages ist auch im Eifer des Gefechts ständig Köpfchen gefragt.
04:45All die neuen Werkzeuge wollen richtig kombiniert und unsere Gegner richtig gelesen werden,
04:50sonst endet der Feldzug schnell im Ladebildschirm.
04:57Durch diese Bausteine entfaltet The Dark Ages eine ganz neue Gefechtsdynamik.
05:01Doom verliert aber nicht die Identität der Serie und der Marke aus den Augen.
05:05Denn auch das eigentliche Schießen, das ja immerhin der Kern der Doom-Marke seit 1993 ist,
05:11fühlt sich besser an als je zuvor.
05:13Die neuen Waffen sind alle super kreativ.
05:16Mit dem Nagelgewehr befählen wir Gegner an die Wände der Level,
05:19die Chainshot-Kanone ballert Gegnern eine dicke Kanonenkugel um die Ohren
05:23und der Skycrusher zermalmt die Schädel unserer Feinde und schießt die Knochensplitter auf die Dämonen.
05:30Und das alles vor einer mittelalterlichen Kulisse, die so auch von einem Death Metal Album-Cover stammen könnte.
05:42Der bassige Sound des Waffenarsenals, die schweren, stapfenden Schritte des Slayers
05:46und das saftige Treffer-Feedback, bei dem es den Dämonen gern auch mal das ein oder andere Körperteil wegfetzt,
05:52setzt dem Ganzen die infernale Krone auf.
05:55Wegen des bodenständigeren Gameplays spielt das Strafing, also das seitliche Ausweichen von Geschossen mit A und D,
06:01auch wieder eine größere Rolle, so wie schon in Doom 1.
06:05Wem Eternal also ein wenig zu sehr Flugsimulation war,
06:08wird das Comeback zu langsameren und strategischeren Bewegungen definitiv begrüßen.
06:14Ein Mix aus klassischen und modernen Elementen erwartet uns auch beim Level-Design.
06:19Denn während viele Passagen weitgehend linear aufgebaut sind,
06:22öffnen sich die Schauplätze von The Dark Ages regelmäßig zu Mini-Open-Worlds, etwa vergleichbar mit Metro Exodus.
06:29In unserer Demo erlebten wir etwa eine Belagerungsschlacht und konnten dort einen Wald,
06:36eine kleine Siedlung,
06:43verstreute Dungeons
06:46und einen Sumpf erkunden.
06:48Aber keine Sorge, das ist natürlich nicht vergleichbar mit einem GTA.
06:52Wir spielen nach wie vor ein abgeschlossenes Level nach dem anderen.
06:56Trotzdem bietet The Dark Ages ungewohnt viele Freiheiten für Doom-Verhältnisse.
07:00Wir können zwar stumpf dem Haupt-Questmarker folgen,
07:03verpassen dann aber optionale Bosse, verborgene Verliesse und versteckte Schatzkisten mit Gold- und Upgrade-Punkten.
07:10Die werden vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden wichtig.
07:13Mit den Ressourcen schalten wir nämlich neue Fähigkeiten für die Waffen, den Schild und den Morgenstern frei.
07:18Wir können uns dabei sogar spezialisieren und mächtige Synergien nutzen.
07:22Die Kombination aus Nahkampf-, Schild- und Schusswaffen bildet eine Einheit.
07:27Der Wechsel soll sich flüssig und natürlich anfühlen.
07:30Der Schild nutzt Schwachstellen, der Morgenstern bringt Ressourcen
07:33und mit den Wummen teilen wir Schaden aus.
07:35Aufgelockert werden die Kämpfe durch kleine Rätselpassagen.
07:38Die von vielen Fans als nervig empfundenen Sprungpassagen aus Eternal scheinen ein Ding der Vergangenheit zu sein.
07:44Zumindest haben wir in der Demo keine Spur davon gesehen.
07:47Besonders beeindruckt haben uns die abwechslungsreichen und stimmungsvollen Umgebungen,
07:51mit denen id Software ein fantastisches Mittendrin-Gefühl erzeugt.
07:55Während wir Monster aufs Korn nehmen,
07:57kloppen sich im Hintergrund die Schild- und Schusswaffen auf den Weg.
08:00Dazu passt auch der neue Story-Fokus.
08:02Statt der schnöden Kodex-Einträge erleben wir die Geschichte in schicken Cutscenes mit echten Dialogen.
08:07Dadurch werden Figuren und Fraktionen wesentlich greifbarer und interessanter.
08:12Für die Story ist vor allem die Kampf- und Schusswaffen-Ausrüstung wichtig.
08:16Die Kampf- und Schusswaffen-Ausrüstung ist für uns ein sehr interessantes Projekt.
08:20Die Kampf- und Schusswaffen-Ausrüstung ist für uns ein sehr interessantes Projekt.
08:25Dadurch werden Figuren und Fraktionen wesentlich greifbarer und interessanter.
08:29Für die Story ist Vorwissen auch nicht wirklich nötig.
08:32Immerhin spielen wir hier die Vorgeschichte zu Doom 2016 und Doom Eternal.
08:37Und ohne zu spoilern, in The Dark Ages erfahren wir endlich,
08:40warum sich der Slayer damals überhaupt als Superwaffe für die Argenta hat einspannen lassen.
08:45Bei so viel Story-Fokus ist auch der Verzicht auf jegliche Multiplayer-Modi nur konsequent.
08:50Die waren in der Vergangenheit eh kaum mehr als ganz nett.
08:54Stattdessen soll The Dark Ages die bisher umfangreichste Doom-Kampagne,
08:58die größten Sandbox-Level, eine vollwertige Story und die bisher größten Gegner-Horden haben.
09:03So das Versprechen von Hugo Martin und id Software.
09:06Leider ist in der Hölle aber nicht alles gut.
09:09Denn ausgerechnet zwei der epischsten Szenen der Trailer sind ziemlich öde.
09:14Und zwar sind das die Vehikel-Passagen am Steuer eines riesigen Mechs und auf dem Rücken eines Cybertrachens.
09:20Diese Abschnitte sehen eigentlich verdammt cool aus
09:24und für viele Fans wird damit der Traum wahr, endlich selbst die dicken Mechs zu steuern,
09:29die wir vorher nur angucken durften.
09:31Im ersten Moment ist es natürlich unfassbar cool,
09:34dass sich eine Mancubus-Dämon wie eine Ameise unter mir zertreten kann,
09:38aber die Kämpfe beschränken sich auf stures Parieren, Zuhauen, Schießen,
09:43Parieren, Zuhauen, Schießen und so weiter.
09:50Und auch mit dem Cybertrachen fliegen wir recht stumpf Checkpoints ab
10:01und büßen im Geschützmodus sogar sämtliche Mobilität ein,
10:05wenn wir auf statische Geschütze schießen und nach links und rechts ausweichen.
10:09Dadurch fühlen sich diese mächtig inszenierten Szenen
10:12eher wie ein Gimmick statt ausgebauter Spielmechaniker.
10:16Mit dem sorgfältig ausgeklügelten Gameplay zu Fuß kann das leider nicht mithalten.
10:21Vermutlich hat id nach einer Möglichkeit gesucht, den Spielfluss etwas aufzulockern,
10:25id Software muss hier aber entweder für noch ordentlich mehr Abwechslung innerhalb der Vehikel sorgen
10:30oder die Passagen dürfen nicht allzu oft vorkommen.
10:39Noch gar nicht erwähnt haben wir die ganzen umfangreichen Menüs,
10:42in denen wir Spielgeschwindigkeit, Farbsättigung, einzelne HUD-Elemente und mehr steuern können.
10:47Wer es besonders immersiv mag, kann komplett auf blinkende Icons und leuchtende Gegner verzichten.
10:52Nach vier Stunden Ballern, Kloppen und, äh, Schilden hatten wir unheimlich viel Spaß.
10:58Die Kämpfe von Doom the Dark Ages wirken wie ein Puzzle, das es zu lösen gilt.
11:03In den ersten Minuten erfordert das durchaus etwas Geduld
11:06und die Bereitschaft, sich mit den neuen Mechaniken auseinanderzusetzen.
11:09Aber sobald es einmal Klick gemacht hat, kommen wir in einen phänomenalen Flow.
11:14Dann fühlen wir uns nämlich genau wie die Superwaffe, die der Doom Slayer ja ist.
11:19Der Schlachtrhythmus von Doom the Dark Ages aus Shotgun, Streitkolben und Kettensägenschild
11:25wird durch das tiefe Upgradesystem zu einer Heavy-Metal-Symphonie, die ihresgleichen sucht.
11:39Mal schauen, ob Doom the Dark Ages das halten kann, was es mit dieser Gameplay-Demo versprochen hat.
12:04Doom the Dark Ages erscheint am 13. Mai 2025 für PC, Playstation 5 und die Xbox Series X und S.

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